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Das Schloss von Wiltz

Die erste Burg in Niederwiltz, dort wo sich heute die Dekanatskirche befindet, sollte die Stadt vor ihren Feinden schützen, aber die Lage war so schlecht gewählt, dass sie immer wieder eingenommen wurde. Im 12. Jh. suchten die Herren von Wiltz schlieβlich nach einem besseren Standort für ihren neuen Wohnsitz und errichteten auf einem Felsvorsprung eine zweite Burg, deren Bau dann die Entstehung des Ortsteils Oberwiltz begründete.
1388 wurden Burg und Ortschaft von den französischen Belagerern in Brand gesteckt, kurz darauf wieder aufgebaut. Um die Mitte des 15. Jh., als der Öslinger Adel sich gegen die Truppen von Philipp von Burgund zur Wehr setzte, wurde das Schloss ein weiteres Mal zerstört.

 

Der älteste Teil des heutigen Schlosses ist der Hexenturm an der Nordwestseite. Er wurde 1573 errichtet und in der Folgezeit zweimal restauriert. Das Dach dieses mehrstöckigen Turmes ziert seit dem 19. Jahrhundert die Figur des legendären Grafen Jan, den die Wiltzer als gepanzerten Ritter zum ewigen Wächter bestellt haben.
Der viereckige Turm datiert aus von 1626, sein Unterbau reicht allerdings noch weiter zurück. In diesem Turm war früher der Hauptzugang, den man über eine Zugbrücke erreichte. Rechts von der Brücke stand die Gerichtslinde, deshalb heißt der Platz vor dem Schloss heute noch Lannepesch.Unter der Herrschaft des Grafen Jan wurde im Jahre 1631 mit dem Bau des heute noch erhaltenen Renaissance-Schlosses begonnen. Der Dreiβigjährige Krieg, Belagerung, Hungersnöte und Epidemien verzögerten die Arbeiten um beinahe ein Jahrhundert, so dass der Neubau erst um das Jahr 1720 unter dem Grafen Charles-Eugène de Custine de Wiltz abgeschlossen werden konnte.

1722 entstand die neue Schlosskapelle, 1727 wurde die monumentale, in den Schlossgarten führende Treppe fertiggestellt, die seit den fünfziger Jahren zusammen mit der imposanten Schlossfassade die Kulisse der weltbekannten Wiltzer Festspiele abgibt.