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Schloss Mersch

1232 tritt Theodorich I., der erste Herr von Mersch in Erscheinung. Er war Ritter und Truchsess der Gräfin Ermesinde. In der Urkunde von 1232 wird eine „turris“ erwähnt.
Theodorich wird eine neue Burg bauen mit einem Wassergraben. Die Burganlage wurde von burgundischen Truppen gestürmt und in Brand gesetzt. Paulus von der Veltz wurde gegen Ende des 16. Jh. alleiniger Besitzer der Burg. Er ließ 1574 einen Grundriss des Merscher Schlosses anfertigen. Der Schlossbering hatte die Außenmaße von 61 x 70 m. Der Graben war 11 m breit. Die Ringmauer war 1,35 m stark, versehen mit 7 Außentürmen. Paulus von der Veltz ließ die mittelalterliche Burg in ein wohnliches Schloss umbauen, indem er in den Bergfried große Fenster brechen ließ.

1603, während der Unruhen zwischen dem spanischen König (auch Herzog von Luxemburg) und den spanischen Niederlanden, wurde das Merscher Schloss in Brand gesetzt. Erst am Ende des 17. Jh. hat der damalige Herr von Mersch, Graf Johann-Friedrich von Elter, das Schloss wieder in Stand gesetzt. Sein Wappen am Schlosstor erinnert an diese Restaurierung. 1717 wurde die Schlosskapelle neu eingesegnet. Die letzten adligen Besitzer, die Familie von Sonnenberg-Reinach, verkauften 1898 die Anlage an den Großhändler Schwartz-Hallinger. 1930 ließ der damalige Besitzer, Herr Uhres, eine Renovierung durchführen. 1938 wurde in einem Neubau, der an das Schloss angebaut wurde, eine Jugendherberge errichtet. 1957 kaufte die Gemeinde das Schloss. Drei Jahre später ging das Schloss in den Besitz des Staates über. Aber schon 1988 wurde die Gemeinde wieder Besitzer des Schlosses durch einen Tauschvertrag mit dem Staat. Nach Umbauarbeiten bezog die Gemeindeverwaltung 1993 die Räumlichkeiten