You are here: Home > Deutsch > Luxemburg-Stadt > Geschichte

Die ehemalige Burg der Grafen von Luxemburg

Der Name Luxemburg ist zum ersten Mal 963 urkundlich erwähnt, als Graf Siegfried eine kleine befestigte Burg, die „Lucilinburhuc“, durch einen Tauschhandel erwirbt.

Im Laufe des Mittelalters konnte das Haus Luxemburg seine Herrschaft ausdehnen. Zwischen 963 und 1443 war Luxemburg eine eigenständige Grafschaft, dann ab 1354 Herzogtum. Im 14. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stellte das Haus Luxemburg vier Kaiser des deutschen Reiches und vier Könige von Böhmen.
Fast vierhundert Jahre lang drückten burgundische, spanische, französische und österreichische Herrscher der Festung und den umliegenden Ländereien ihren Stempel auf. Durch seine strategische Lage wurde aus den Bollwerken eine der mächtigsten Festungen Europas, das respekteinflößende „Gibraltar des Nordens“.

Die Großmächte, die sich 1815 in Wien versammelten, um Europa nach der napoleonischen Herrschaft zu reorganisieren, schufen einen neuen Staat rund um die trutzige Festung auf dem Bockfelsen: das Großherzogtum Luxemburg. Aus strategischem Kalkül überträgt man dem König der Niederlande in Personalunion die Krone des Großherzogtums. Gleichzeitig wird Luxemburg Mitglied des Deutschen Bundes, seine Hauptstadt eine Bundesfestung. Durch den Londoner Vertrag wird Luxemburg 1867 die „immerwährende“ Neutralität garantiert. Die preußische Besatzung wird abgezogen und die Festung geschleift. 1890 fällt die luxemburgische Krone an die Linie des Hauses Nassau-Weilburg, deren offizielle Residenz sich nur einige hundert Meter von der einstigen Burg der Grafen und Herzöge von Luxemburg, der Wiege des Großherzogtums, befindet.