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Burg Hesperingen

Hesperingen wird zum ersten Mal im Jahr 867/868 als Hasmaringa marca angeführt und ist Besitztum der Abtei Echternach.
Schon 1277 wird der Galgen auf Howald erwähnt und ein Lumpenring befand sich bis zum Ende des 18. Jhdts. am Fuße der Burg, die sich zur Ostseite des Burgfrieds über eine Länge von 18 Metern erstreckt.

 

Mit großer Wahrscheinlichkeit haben die Grafen von Luxemburg die Herrschaft Hesperingen den Herren von Rodenmacher zu Beginn des 13. Jhdts. als Lehen übergeben, die dort aus strategischen Gründen eine Burg errichteten. Nach der Einnahme Luxemburgs durch die Burgunder im Jahre 1443 schlugen sich die Herren von Rodenmacher auf die Seite der Franzosen. Nach mehreren Schlachten, die Gerhart von Rodenmacher gegen Maximilian von Österreich, den Ehemann von Maria von Burgund, führte, ließ dieser die Burg Hesperingen gleich zweimal schleifen (im August 1480 und zwischen Mai und Juni 1482) und übergab sie am 15. November 1492 seinem Cousin, dem Markgrafen Christoph von Baden.

Die Herren von Baden lebten auf großem Fuß und mussten die Herrschaft Hesperingen am 29. Dezember 1632 verpfänden. Erst 1740 konnten sie das Pfand wieder einlösen. Am 25. Juli 1796 kamen die französischen Revolutionstruppen in den Besitz von Burg und Herrschaft Hesperingen.

Am 25. Mai 1798 wurde die alte Burg durch die französische Verwaltung zum „Nationalbesitz“ erklärt und versteigert. In der Folgezeit wurde sie in diverse Parzellen eingeteilt und verkauft und im Jahre 1820 stehen schon 7 Häuser auf dem Gelände. Der Luxemburger Staat ließ die Ruinen, die sich noch immer im Besitz verschiedener Privatleute befinden, schließlich im Jahre 1984 auf die Zusatzliste der schützenswerten nationalen Denkmäler setzen.