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Die Burg Befort

Die alte durch Wassergräben geschützte Burg wurde in vier verschiedenen Perioden errichtet. Ein Dokument des Jahres 1192 lässt die Annahme zu, dass Walter von Wiltz erster Herr von Befort war. Der älteste Teil der Burg entstand zu Beginn des 11. Jh. Dies war eine bescheidene, viereckige Festung auf einem massiven Felsen. Sie war durch einen breiten Graben und eine zweite
Ringmauer gegen das Tal hin geschützt. Mitte des 12. Jh. wurde die Festung mit einem Bergfried versehen und das Tor wurde versetzt und vergrößert.

 

Im Jahre 1348 kam die Burg durch die Heirat von Adelheid von Befort mit Guillaume von Orley in den
Besitz des Hauses Orley. Die Herren von Orley vergrößerten die Burg beträchtlich gegen das Tal hin. Ab 1539 war ihr Nachfahre, Bernard von Velbrück, Herr von Befort. Vermutlich im 16.Jh.wurde der Flügel mit den großen Fenstern im Renaissancestil im Hauptturm und der Kanonenturm im Nordwesten errichtet. Der Dreißigjährige Krieg ruinierte das Haus Befort und der Herr musste seinen Besitz verkaufen. Am 27.11.1639 erwarb Johann Baron von Beck, Gouverneur der Provinz Luxemburg für den spanischen König, den größten Teil der Herrschaft. Nach 1643 gab er die Arbeiten zur Errichtung des neuen Renaissance-Schlosses in Auftrag. 1648 jedoch erlag Johann von Beck seinen Verletzungen aus der Schlacht bei Lens. 1649 beendete sein Sohn den Bau und bezog das Schloss. Langsam verfiel die alte Ritterburg. Zu Beginn des 19. Jh. wurde sie sogar als Steinbruch benutzt, bis der Luxemburger Staat sie im Jahre 1850 zum Kulturerbe erklärte.

Seit 1893 hat die Domäne Befort unter dem neuen Eigentümer Henri Even und dessen Schwiegersohn Joseph Linckels ein neues Aussehen bekommen. Das neue Schloss wurde restauriert und die Schäferei wurde zu einem landwirtschaftlichen Betrieb erweitert. 1928 ließ Edmond Linckels den Schutt aus der Burg und dem Brunnen entfernen und machte die Ruinen der Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1981 sind Burg und Schloss Eigentum des Luxemburger Staates.